Das kann man über den Chor lesen:
weitere Infos: obst-music.com/artists/les-saxosythes.htm

Marcel Jensen 2009:          Der Kölner Chor LES SAXOSYTHES singt sich seit 25 Jahren quer durch sein außergewöhnliches Repertoire vorwiegend mit Musik aus den letzten 100 Jahren. Das vielfältige Programm reicht von von Wolkenstein und Weill über Gershwin und Gould bis Beatles und Barber. Auch Komponisten, die speziell für LES SAXOSYTHES Stücke geschrieben oder arrangiert haben, kommen zu Klang.
Die Leitung hat Dietmar Bonnen.  obst-music.com/artists/dietmar-bonnen.htm

Gesungenes Wechselbad zum Geburtstag
Ein Wechselbad der Gefühle bietet der Kölner Chor LES SAXOSYTHES seinen Gästen: Besinnliches steht neben Beschwingtem, Aberwitziges neben Tieftraurigem ohne Auflösung. Genauso verschieden sind die Darsingungsformen Fuge, Ballade, Song, Chanson, Sprechgesang, Spiritual, Traditional, Swing oder Pop, in denen der Chor Geschichten erzählt. Diese handeln von einem polnischen Weißbrot, von einem ertrunkenen Mädchen, von Helmut, der Rolf heißt, von Hänsel und Gretel, von einer sterbenden Fliege oder vom Popocatepetel, der nicht in Kanada liegt, sondern in Mexiko, Mexiko, Mexiko.

Zu Texten von Fontane, Rilke, Brecht oder Charms erklingt die Musik von Schweden, Hindemith, Weill oder Sokolov. Letzterer gehört wie Dietmar Bonnen, Manfred Niehaus, Ernst Gaida-Hartmann oder Wolfgang Schmitt-Weist zu den Komponisten, die eigens für LES SAXOSYTHES Stücke geschrieben oder arrangiert haben. Abgerundet wird das Programm mit Werken von Max Reger, Arnold Schönberg, Glenn Gould und Samuel Barber.

Manfred Niehaus 1999:         So an die 25 Leute, zwischen 30 und 40 Jahre alt, treffen in einer Großstadt, Köln, wo allabendlich so manches andere geboten wird, regelmäßig, donnerstagsabends, zusammen, einige ganze Wochenenden kommen noch dazu, um zu singen. Aber nicht das Übliche, was die anderen Chöre im Lande so singen, Klassisches, Romantisches, Banales, sondern, von einigen Ausnahmen, Oswald von Wolkenstein, Thoinot Arbeau, abgesehen, singen sie zeitgenössische Musik. Einige Zeitgenossen sind ihnen persönlich bekannt, haben eigens für sie ihre Sätze geschrieben, Ivan Sokolov, Ernst Gaida-Hartmann, Wolfgang Schmitt-Weist und der Schreiber dieser Zeilen gehören dazu. Dietmar Bonnen ist selbst Mitglied dieses Chores und der musikalische Leiter. Den braucht es natürlich, aber man braucht keinen Vorstand, stellvertretenden Vorstand, Schriftführer, Frauenbeauftragten etc. Man wird sich schon einig, was gesungen wird, wann gesungen wird, wo gesungen wird. Und alle übernehmen Teile der Organisation, Moderation, Präsentation.
Das Programm ist bunt; es gibt so viele Formen, Stile und Ideen in der Musik unserer Zeit. Und es gibt viele verschiedene Gelegenheiten, diese Musik in die Öffentlichkeit zu bringen, in eigenen Konzerten, auf Weihnachtsmärkten, bei avantgardistischen CD-Produktionen, in Kirchenkonzerten, bei einer Toncollagen-Vorführung im Kölner Stadtgarten geht plötzlich der Vorhang auf, und der Chor, den man von Band zu hören glaubte, steht live da und singt, beim Konzert eines Bläser-Ensembles ist dann plötzlich aus den hinteren Publikumsreihen ein Chor zu hören, vielleicht, eines Tages, fährt eine U-Bahn in die Station Körnerstraße ein, aus der es vielstimmig singt.
Das Unkonventionelle, Ironisch-Freche, Aufmüpfige ist ihre Sache, wobei ein Dreiklang ein Dreiklang bleibt und ein Viervierteltakt ein Viervierteltakt, denn die Ohren der Mikrofone sind unbestechlich.